BIERMYTHOS - Biererlebniswelt Schloss Starkenberg
Samstag, 4. September 2010 FREIZEITAREAL  /  GESCHICHTE  /  Familiengeschichte
BIERMYTHOS - Biererlebniswelt Schloss Starkenberg
BIERMYTHOS - Biererlebniswelt Schloss Starkenberg
 
 
 
 
BIERMYTHOS - Biererlebniswelt Schloss Starkenberg
 
 
 
 
 
 

FAMILIENGESCHICHTE

1902: Carl Kapferer erwirbt Starkenberg - die Ära Kapferer/Schatz beginnt


Stadtrad Carl Kapferer, Emilie Kapferer, geb.Demel


Hauptmann Rudolf Schatz, Herta Schatz, geb. Kapferer

Der Innsbrucker Kaufmann und Stadtrat Carl Kapferer war einer der bedeutendsten Tiroler seiner Zeit. 41 Jahre war er Stadtrat von Innsbruck, 35 Jahre davon Finanzreferent. Carl Kapferer war ein Pionier des Fortschritts - er kämpfte unter anderem um die Einführung der Elektrizität in Innsbruck. Ein Großteil der Innsbrucker Gemeinderäte war gegen den Bau des ersten Elektrizitätswerkes an der Sill, sodaß Carl Kapferer sein gesamtes eigenes Vermögen als Garantie für die Rentabilität zur Verfügung stellte.

Der heutige Besitz Starkenberg wurde 1902 von Carl Kapferer - dem Urgroßvater von Dr. Charlotte Amann, der heutigen Alleineigentümerin von Starkenberg - ersteigert. Er erwarb das Schloss mit Brauerei, Gast- und Landwirtschaft, die Pension und den Gutshof samt Ländereien (Gesamtausmaß: 560.000 m2). Carl Kapferer übergab das Besitztum seiner Tochter Herta, die das Anwesen gemeinsam mit ihrem Gatten, Hauptmann Rudolf Schatz, bewirtschaftete.

 

Generationswechsel in Starkenberg


Helga Schatz

In diesem Zeitraum fallen auch der 1. Weltkrieg, die Zwischenkriegszeit mit der Weltwirtschaftskrise und der 2. Weltkrieg. Trotzdem delang es der Familie Schatz unter großem persönlichem Einsatz, Starkenberg über diese schwierige Zeiten zu bringen.

Nach dem Tod von Herta Schatz gründeten deren Erbinnen, die Geschwister Helga Schatz, Thea Kaiser und Else Dietrich eine Gesellschaft m.b.H. & Co.KG. mit Helga Schatz als Geschäftsführerin. In diese Zeit fällt auch der Fall des Bierkartells, was eine enorme Wettbewerbsverschärfung bewirkte. Starkenberg verlor damals rund 10% seines Kundenpotentials.

 

Im August 1985 übernahm die Familie Amann die Leitung Starkenbergs.´

Mit dem Tode von Helga Schatz im Jahre 1990 gingen deren Anteile und im Jahre 1994 die Anteile von Else Dietrich auf Dr. Charlotte Amann über. Die Mitgesellschafterin Thea Kaiser wurde ausgezahlt.

Die Auszahlung nach den Erbfällen - Carl Kapferer und Herta Schatz - belastete die Finanzkraft der Betriebe Starkenbergs extrem, bis zu 57% ihres Wertes. Dies bedingte eine beachtliche Einschränkung der persönlichen Ansprüche der jeweiligen Eigentümer Schatz und Amann.

Es mußten zweimal enorme Sparmaßnahmen getroffen werden, die auch an den Mitarbeitern der Starkenberger Betriebe nicht spurlos vorüber gingen. Trotzdem war und ist Starkenberg, bedingt durch die Reichhaltigkeit des Arbeitsangebotes und der Honorierung von Fachkenntnissen der Mitarbeiter, ein begehrter Arbeitsplatz. Die Innovationen, die Arbeiter und Angestellte vorschlugen, wurden und werden anerkannt und oftmals verwirklicht.

Ein gutes Betriebsklima und eine produktive Zusammenarbeit der Starkenberger Mitarbeiter sowohl untereinander, als auch mit der Geschäftsleitung, mag wohl eine der Ursachen dafür sein, daß es sehr viele Familien in der Gegend gab und gibt, die sich als Starkenberger fühlen und fühlten; viele haben auch über Generationen hinaus in Starkenberg gearbeitet.

   

Brauerei Schloss Starkenberg, Tarrenz/Tirol | Tel. (05412) / 66 201 | Email: brauerei@starkenberg.at